Hintergrund
OBIs Storyline war „Alles Machbar mit OBI“. Sie wollten der erste Baumarkt sein, an den die Leute bei Heimwerk- und DIY-Projekten denken, und ihren Kunden helfen, sich ihre Träume zu erfüllen – auf jede erdenkliche Weise.
Die zwei Säulen waren: starke digitale Präsenz und ihre Berater im Markt.
Online mit Inspirationen auf Instagram und ausführlichen HowTo-Videos auf YouTube.
Die Berater im Markt waren für ihre Expertise in ihrem jeweiligen Fachgebiet bekannt und immer zur Stelle, wenn ein Kunde Unterstützung brauchte.
Problem
Trotz der How-Tos, den inspirierenden Inhalten und all den Tipps & Tricks für Follower, die ihr nächstes Projekt starten wollten, lief der YouTube-Kanal nicht so gut wie erhofft. Die Zahlen stagnierten, obwohl YouTube der Hauptkanal werden sollte.
Lösung
Eines der erfolgreichsten Videos mit über 200.000 Aufrufen war ein Challenge-Video, in dem ein Schreiner und OBI-Berater die Aufgabe bekam, ein ausziehbares Sofa für den Garten zu bauen. Es war unterhaltsam und lieferte den Followern gleichzeitig Tipps & Tricks, um das Projekt zu Hause selbst nachzubauen.
Trotz des Erfolgs gab es keine weiteren Videos dieser Art.
Also: Entwickeln wir ein komplett neues Format, das diese Elemente enthält:
- Unterhaltung.
- Inspiration für Projekte.
- Tipps & Tricks zum Planen und Bauen eigener Projekte zu Hause.
- Ein OBI-Berater, der seine Expertise zeigt.
- Ein Laie als Anknüpfungspunkt für den durchschnittlichen Follower.
Das Konzept
Es gibt viele Möglichkeiten, etwas zu bauen. Selbst etwas so Einfaches wie einen Papierflieger. So viele Arten, ihn zu falten. Und dasselbe gilt für DIY-Projekte.
Wenn die Aufgabe lautet, ein Vogelhaus zu bauen, baut der eine vielleicht eines, das man an eine Wand oder einen Baum nageln kann. Oder vielleicht ein freistehendes, während der andere sich für eine hängende Residenz für unsere gefiederten Freunde entscheidet.
Lass zwei Kandidaten gegeneinander antreten und ein DIY-Projekt im jeweils eigenen Stil bauen – innerhalb eines bestimmten Budgets und einer bestimmten Zeit.
Unterhaltung: check.
Inspiration für Projekte: check.
Und wie wäre es, wenn einer der beiden ein Profi ist!
Profi vs. Laie!
Und der Profi kann sogar Tipps & Tricks aus dem Nähkästchen verraten, die der Zuschauer noch nicht kennt und dann für seine eigenen Projekte nutzen kann.
Unterhaltung: doppelt check.
Tipps & Tricks: check.
Und wie bindet man dann den OBI-Berater ein? Das ganze Setup klingt sehr unfair. Ein Profi gegen einen Laien, also bitte… Da es die Aufgabe des OBI-Beraters ist, Kunden zu unterstützen, die wahrscheinlich auch keine Profis sind: Warum lassen wir ihn nicht auch hier tun, was er am besten kann? Der OBI-Berater führt unseren Laien per Ohrhörer durch das Projekt, während er das ganze Geschehen auf einem Fernseher verfolgt.
Berater: check.
Tipps & Tricks: doppelt check.
Während der Bauzeit können sich unsere Handwerker unterhalten und freundschaftlich necken. Am Ende, nach dem Vergleich der fertigen Meisterwerke, kann der Zuschauer entscheiden, welchen Stil er zu Hause nachbauen möchte. Oder sie als Basis für den eigenen Bau nutzen. Das Set jetzt nur noch in einen echten OBI-Markt verlegen, der dann als Material- und Werkzeuglager dient, einen Host und der OBI Biber als Helfer dazu — und du hast eine Show.
Die Idee war, eine ganze Serie mit 10 Folgen zu produzieren, mit wechselnden Profis und Beratern, während der Laie und der Host dieselben bleiben würden. Jede Folge würde als Live-on-Tape-Produktion gedreht und in der Post auf 20-30 Minuten heruntergeschnitten.
Als Profis hatte ich verschiedene Handwerks-Influencer im Blick, z.B. Jonas Winkler, einen Schreiner mit eigenem Instagram-Kanal und Deutschlands erfolgreichsten DIY-Influencer.
Zu jeder Folge würde auch jede Menge zusätzliches Material für Social Media gedreht, Anleitungen und Materiallisten würden außerdem auf verschiedenen Wegen bereitgestellt: im OBI-eigenen Online-Magazin, in Kooperationen mit anderen OBI-Kanälen und bei Live-Events in den Märkten rund um Mini-DIY-Projekte.
Das Konzept wurde dem Digital-Marketing-Team bei OBI vorgestellt und zur weiteren Entwicklung freigegeben, aufgrund von Budgetkürzungen aber später leider auf Eis gelegt und nie produziert.
