Wir sind die „Schotter Teufel“-Familie

Wie man die Familie hinter der Marke zeigt.

Format
Employer-Branding-Video
Agentur
Agentur Junges Herz, Dresden
Jahr
2019
Rolle
Autor & Regie
Credits
1. Kamera: Franz Leuschner 2. Kamera: Michael Auerswald Projektleitung: Pierre Marschner
Laufzeit
3 Minuten
Budget
~ 10.000 €
Produktionszeit
2 Monate, inklusive 2 Drehtagen

Das Briefing

Schotter Teufel war fast 100 Jahre lang ein familiengeführtes (Rück-)Bau- und Bergbauunternehmen in Baden-Württemberg. Manche Mitarbeitenden waren sogar schon in 2. oder 3. Generation dabei, weil Eltern oder Verwandte ebenfalls dort gearbeitet hatten.

Sie waren bekannt für ihre warme Arbeitsatmosphäre und hoch angesehen für ihre freundliche, aufgeschlossene und lebendige Art.

Nun war ihr Plan, noch ein Stück weiter zu wachsen: von 150 Mitarbeitenden auf 200 im nächsten Jahr und dann auf 250 im Jahr darauf.

Sie wollten nicht zu groß werden und die Vertrautheit verlieren. Sie wollten die familiäre Atmosphäre am Leben halten.

Das Problem: Obwohl sie in der Region gut bekannt waren, hatten sie Schwierigkeiten, neue Familienmitglieder zu gewinnen. Also wandten sie sich an die Agentur, für die ich damals arbeitete – Agentur Junges Herz – und baten um Hilfe bei einem völlig neuen Auftritt als fürsorglicher Arbeitgeber.

Die Lösung: eine neue Website, ein neues Logo, eine neue Social-Media-Strategie und im Herzen davon ein Employer-Branding-Video mit einer übergreifenden Storyline.

Die Familie muss im Mittelpunkt stehen und gleichzeitig sollen unsere Leistungen zu sehen sein!

T. Schotter, Mitinhaber

Das Konzept

Obwohl uns sofort gute Ideen für ein Konzept einfielen, fühlte sich keine davon richtig oder gut genug an.

Ja, der Wunsch des Kunden, ‚Familie‘ als Kernwert in den Mittelpunkt zu stellen, steckte in jeder einzelnen. Aber allen fehlte das gewisse Etwas, das sie herausstechen lässt. Allen fehlte eine Geschichte. Also gingen wir nach einigem Brainstorming nach Hause.

An diesem Abend hörte ich beim Kochen Musik. Ich achtete nicht einmal groß darauf. Sie lief einfach im Hintergrund.

Dann als ich den Anfang des nächsten Songs hörte, kam mir eine Idee ...

Es war Rob Zombies Cover von „We’re an American Band“. Das Erste, was man hört, ist weder Musik noch Rob Zombie selbst. Es ist ein kleines Kind, das sagt: „When I grow up, I want to be a rockstar!“

Plötzlich verband mein Kopf diese Kinderstimme mit der Tatsache, dass einige Mitarbeitende bei Schotter Teufel schon in 2. Generation dabei waren. Also, …

… was, wenn ein Kind seinem Elternteil sagt, dass es auch bei Schotter Teufel arbeiten will?

… was, wenn wir die Mitarbeitenden im Video durch ihre echten Kinder ersetzen?

… was, wenn uns die Kinder dann durch die liebevolle und fürsorgliche Welt bei Schotter Teufel führen?

Die Storyline lag direkt in ihrer Geschichte: Seit den Anfängen ist Schotter Teufel nicht nur in seinen Leistungen gewachsen, sondern auch zu dieser einladenden Familie, der sogar die nächste Generation beitreten will. WIR SIND DIE „SCHOTTER TEUFEL“-FAMILIE!

Und da war sie: die Idee, die Geschichte, das Konzept, nach dem wir den ganzen Tag gesucht hatten:

Den Kindern durch typische Arbeitsalltags-Szenen folgen – vom Asphaltieren einer Straße über Büroarbeit bis zum Auslösen einer Sprengung im Steinbruch.

Der Dreh

Diese Idee stieß sofort auf riesige Begeisterung.

So sehr, dass wir in weniger als einem Monat ein freigegebenes Skript, gescoutete Locations, gebuchtes Equipment und jedes kleine Detail geplant und terminiert hatten – inklusive B-Crew.

Alle bei Schotter Teufel waren so begeistert von der Idee, dass wir im Nu sowohl die nötigen schweren Maschinen als auch die kleinen Darsteller zusammenhatten. Wir waren bereit zu drehen!

Zwei Tage lang, in der letzten Augustwoche 2019, drehten meine Crew und ich – in zwei Teams – Kinder zwischen 3 und 12 Jahren, die auf einer laufenden Baustelle einen Bagger ‚bedienten‘, mit dem Lkw durch die bergige Region um Straßberg fuhren, oder Schotter mit riesigen Maschinen zu Sand zerkleinerten.

Die größte Herausforderung dabei war, all die Kinder zu führen. Manche waren sehr eifrig dabei, andere bekamen plötzlich Lampenfieber, und eines verstand mich nicht, weil das Kind nur Schwäbisch sprach.

Um das zu lösen, erklärte ich den anwesenden Eltern, was ihre Kinder tun sollten, und sie gaben meine Anweisungen so weiter, dass die kleinen Darsteller ihnen folgen und die gewünschte Performance liefern konnten.

Und ja, am Ende des Tages haben wir auch etwas in die Luft gejagt.

Das Ergebnis

Ein Video, das Familie und Teamgeist feiert.

Das Video ist der Knaller.

M. Ginger, Geschäftsführer

Das Video lief bei Veranstaltungen im Steinbruch, wurde in lokalen Kinos gezeigt und bekam positives Feedback.

Schotter Teufel konnte die gesetzten Einstellungsziele erreichen und wuchs im folgenden Jahr auf 200 Mitarbeitende.